In unserer neuen Reihe Frühbücher fragen wir Autor*innen, Musiker*innen, Unternehmer*innen und Kreative, welche Bücher sie über den Winter gebracht haben, warum sie sie jetzt an wen weitergeben und was im Frühling als nächstes gelesen wird. Mit dabei sind u.a. Schriftstellerin Mirna Funk oder DJ Oliver Barduhn. Vielleicht ist bei ihren Lieblingsbüchern etwas für euch dabei oder ihr entdeckt neue Werke zum verschenken. So oder so, besteht hier keine Gefahr des zu früh oder spät buchens, denn für Bücher ist immer der richtige Zeitpunkt.

Wenn jemand so hervorragend mit Worten umgehen kann, wie die Sängerin Lary, liegt es so nah wie Kloßbrühe, dass sie Bücher liebt. Im vergangenen Jahr ist ihr zweites Album „Hart Fragil” erschienen, auf dem sie u.a. per Single „Das neue Schwarz“ besingt.

In unserer heutigen Folge Frühbücher lässt Lary das Mikro links liegen und berichtet von ihrer Lektüre zum Saisonwechsel. Nach dem langen Winter ist bei der Musikerin frischer literarischer Wind gefragt. Ihren Liebling aus der kalten Jahreszeit gibt Lary gerne weiter. Das nächste Buch steht wiederum schon in den Startlöchern.

Ob Hesse wohl ihre bewegenden Texte beeinflusst? Wir wünschen viel Freude beim Referenzen suchen.

Welches Buch hat dich den Winter überstehen lassen & warum?

„Narziß und Goldmund” von Hermann Hesse, irgendwie komme ich alle paar Jahre zu diesem Buch zurück. Immer dann, wenn ich auf der Suche nach mir bin, finde ich mich an vielen Stellen in diesem Buch wieder. Davon abgesehen hauen die Poesie und Klarheit der Sprache mich immer wieder aufs Neue aus den Schuhen.

An wen möchtest du es jetzt weitergeben & warum?

An meinen Freund, weil er mich oft an Goldmund erinnert – oder anders herum 🙂

Welches Buch darf zum Frühling nachrücken?

Ich lese meistens ein zwei Bücher gleichzeitig bzw. im Wechsel, meistens einen Klassiker und irgendetwas das mich gerade interessiert. Momentan liegen John Cocteaus „Kinder der Nacht” und „Why Im no longer talking to white people about race” von Reni Eddo-Lodge bereit.

Alles neu macht beim Berliner Büchertisch schon der April, denn zum Saisonwechsel werde ich euch Berliner Bücherliebhaber und ihre Favoriten vorstellen. Mein Name ist Katja Schweitzberger; Germanistin, Journalistin und schon ein paar Tage in diesem Internet unterwegs. Meiner Liebe zum gedruckten Wort hat die Millennial-mäßig hohe Bildschirmzeit seit 1999 jedoch keinen Abbruch getan und so verbinde ich ab sofort beides hier beim Berliner Büchertisch.

Gerade bei einem so emotionalen Thema wie dem hoffentlich niemals verschwindenden Buch verlasse ich mich am liebsten auf vertrauliche Empfehlungen. Und zwar nicht von anonymen Onlineshop-Bewertungen geschweige denn Likes sondern von Persönlichkeiten, deren literarischer Horizont weiter als bis zum Fernsehturm reicht.

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